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Review: STEP NYC Programm

Im Dezember waren wir zusammen mit 13 weiteren Startups über das STEP NYC Programm mit YOUPublish in New York und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Hier ein kurzes absolut subjektives Fazit.

Teilgenommen haben:

  1. BusyLamp GmbH
  2. YouPublish GmbH
  3. Simple Show GmbH
  4. Testfabrik GmbH
  5. Okinlab
  6. Mauz und Wauz
  7. Smarttrade GmbH
  8. Synapticon GmbH
  9. b-interaktive
  10. twago
  11. neuronation
  12. uberblik
  13. Smashdocs
  14. itesim
Voraussetzung für die Teilnahme war eine erfolgreiche Online Bewerbung und ein telefonisches Interview. Weil wir einen Monat zuvor knapp an einem Platz für den German Accelerator vorbei geschrammt waren und dort auf der Warteliste stehen, erschien es uns sinnvoll, die Chance zu nutzen und vorab in einem kleineren Rahmen YOUPublish einem internationalen Publikum vor zu stellen und erste Erfahrungen und Kontakte in den USA auf zu bauen.

Vorab: Für uns war die Teilnahme am Programm insgesamt positiv.

Erstens weil die Gruppe mit der wir gereist sind sehr interessant war und sich viele neue Kontakte und Tipps „nebenbei“ ergeben haben.

Zweitens liefert das Programm den Zugang zu zwei Netzwerken, die für eine erfolgreiche Unternehmensgründung in New York sehr hilfreich sein können.

1. VentureOutNY

Das Team von VentureOutNY ist in der Szene (Investoren/ Unternehmen) bestens verdrahtet und kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht Kontakt zu Unternehmen über ein Empfehlungsschreiben herzustellen. Dies ist ein sehr großer Vorteil um den „Spam-Filter“ zu umgehen und erfolgreich auf den Radar des gewünschten Unternehmens zu kommen.

Über VentureOutNY wurden Workshops zur Gestaltung des Pitches, Marketing und Produkt Market Fit organisiert. Insbesondere der Marketing Workshop war interessant.

Er orientierte sich im Tenor an Simon Sinek: „How great leaders inspire action“. Für jeden der das Video nicht kennt – Anschauen!

Daneben besuchten wir mit VentureOut verschiedene Unternehmen aus dem Startup Umfeld aber auch Venture Capital Unternehmen. Persönliches Highlight für mich war die Pitch Night. Hier hatten wir die Möglichkeit unser Unternehmen drei Investment Unternehmen face-2-face vor zu stellen und ein Feedback zu bekommen, bevor es danach zum Pitch vor einem größerem Publikum ging.

Ebenfalls klasse war der Besuch der NY Tech Meetup: Startups und Programmierer stellen hier Ihre Ideen, Hacks etc. vor. Fragen vom Publikum sind ausdrücklich erlaubt. Mit einer(!) sympathischen Ausnahme.

„Wie wollt Ihr damit Geld verdienen?“ sollte man besser nicht fragen, denn Fragen nach dem Business Modell sind nicht zugelassen und werden sofort mit Spott überzogen. Im Startup Alltag ist es meist anders herum.

2. Deutsch-Amerikanische Handelskammer

Anders als die IHK Apparatschiks deren Nutzen für StartUPs gegen Null tendiert gleich Null ist, unterstützt die Deutsch-Amerikanischen Handelskammer Gründer aktiv mit Expertenwissen zu allen relevanten Fragen:

  • Gründen in USA
  • Steuern
  • Löhne
  • Visa

Die Deutsch-Amerikanischen Handelskammer bietet einen Gründungsservice an, hilft mit einem Postfach und virtuellem Büro bei Bedarf. Das Ganze zu sehr moderaten Kosten. Da auch die Handelskammer sehr gut verdrahtet ist, empfiehlt es sich auch diese Kontakte für eine Weiterempfehlung zu nutzen. Das Angebot dazu wurde uns immer wieder gemacht.

Während der fünf Tage wurden Workshops zu allen diesen Fragen von der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer organisiert, die zwar wegen der Themen etwas  „trocken“ aber immer sehr interessant waren. Das Learning daraus lässt sich direkt anwenden.

Daneben gab Programmpunkte, die uns nicht so genutzt haben, z. B. die Besichtigung von Entwicklungsflächen in Brooklyn, das mag aber für produzierende Unternehmen anders sein. Der Zeitplan war ebenfalls eher ein Richtwert und wurde des öfteren von unseren Gastgebern nicht so ernst genommen. Germans think different!

Spannend war zu sehen wie Amerikaner an Innovationen herangehen und mit Schwierigkeiten umgehen.

Die Erfahrung und der Austausch mit anderen, das positive Feedback zum eigenen Produkt (auch außerhalb Deutschlands) ist last but not least auch ein ungeheurer Motivationsschub zum „Dranbleiben“: DIE Kernkompetenz, die sich jeder Unternehmer zu eigen machen sollte, um die schwierigen Phasen im Startup Alltag zu meistern.

New York ist ein toller Standort, weil praktisch jedes Unternehmen dort einen Sitz hat und man auf Grund der Infrastruktur sehr mobil in NewYork ist und so auch jedes Unternehmen schnell (und günstig) erreichen kann.

So if you have the chance go for it: http://www.gaccny.com/STEP